Mittwoch, 29. Juni 2011

Wider das Denunziantentum!

Denunzianten
Welch Zauber wohnt diesem Worte inne!
Wer denkt da nicht an schmierige, triefäugige Typen, die jede Gelegenheit wahrnehmen, den strahlenden Helden in silberglänzender Rüstung von seinem schneeweißen Pferd in den Schlamm zu zerren, ihn mit dem Auswurf ihrer Gemeinheit zu besudeln und ihn auf ihr unterirdisches Niveau herabzuziehen?
Gerne paart sich dieser Begriff ja auch noch mit dem Begriff "Schwein" und die Kombination "Schweine und Denunzianten" wird dadurch zum allerletzten Abschaum, den die Menschheit bislang hervorgebracht hat.

Doch wem ist nun eine solche Zuordnung (Denunziant) zugedacht worden?
Wer spricht ein solch harsches Verdikt (Denunziant) aus?

Wie uns das örtliche diözesane Kampfblatt "Kirchenbote" meldet, hat sich Franz-Josef Bode, Bischof von Osnabrück, diesen Vorwurf zu Eigen gemacht, um die Gläubigen zu charakterisieren, die sich mit ihren Beschwerden über heterodoxe Aussagen und Vorkommnisse direkt an Rom wenden.

Pfui! Man petzt doch nicht!
Böse! Böse!!! Böse!!!!!!!!!

Vielleicht wäre hier jedoch einmal ein genauerer Blick in die Realität von Nöten. Nehmen wir einen ganz normalen katholischen Gläubigen, der sich vor der Messe die entsprechenden Texte im Schott durchgelesen hat, selbige aber während des Ritus entweder nicht oder nur extrem verstümmelt wiederfindet, sich allerdings eine Predigt anhören muss, in der sich nicht nur eine geleugnete Glaubenswahrheit versteckt hat.
Sicherlich ist es richtig, sich zuerst mit dem Zelebranten zu unterhalten, was sich häufig aber als schwierig erweist, da der einfache Gläubige oft als inkompetent belächelt, als Pedant verspottet oder auch gerne mal ins Licht des "Klerikalfaschisten" gerückt wird. Sollte selbiger sich dadurch noch nicht entmutigt gefühlt haben, wird er sich vielleicht an den Pfarrgemeinderat wenden, bei dem allerdings die gleichen Reaktionen wie oben zu erwarten sind, gegebenfalls ergänzt durch das Attribut "Spalter". Immer noch bereit, diesen steinigen Weg weiterzugehen, setzt er letztlich ein Schreiben an den Bischof auf. Die Reaktion sieht dann vermutlich so aus:











































Nun gut, denkt sich der wohlmeinende Katholik, vielleicht ist mein Schreiben ja irgendwie verlorengegangen. Das kann bei einer Verwaltung ja immer wieder passieren. Und tatsächlich schickt er nach sechs Monaten ein neues Schreiben. Auch hier ist die Antwort:





































Aller guten Dinge sind drei, denkt er sich und wagt einen dritten Versuch. Und ohhhhhhhh Wunder es kommt ein kurzer Antwortbrief, in dem der entsprechende Sachbearbeiter darum bittet zu seiner Entlastung keine weiteren Schreiben an den Bischof zu richten, sondern solche Dinge doch pfarreiintern mit dem Zelebranten zu klären.
Natürlich ist diese Geschichte rein fiktiv! Aber vielleicht ähneln ihr ja manch eigene Erfahrungen.

Lieber Bruder im Herrn Franz-Josef, lieber "Bibo" (wie Du Dich ja auf Deinem Blog nennst)!
Wie Du selbst gesagt hast: "Ich gewinne erst Autorität, wenn ich Menschen neben mir zulasse." Versuche doch bitte erst einmal als Hirte Deine Schafe zu verstehen, die ganz einfach nur KATHOLISCHE Gottesdienste, KATHOLISCHE Predigten, KATHOLISCHE Priester erleben wollen, sich aber dagegen wehren als DENUNZIANTEN denunziert zu werden!

Mittwoch, 22. Juni 2011

DE VERITATE

Maximum autem beneficium alicui impenditur, si ab errore ad veritatem reducatur (Thomas: De divinis nominibus 13 l. 4) "Die größte Wohltat wird einem Menschen erwiesen, wenn er vom Irrtum zur Wahrheit geführt wird."
Leider schätzen viele das nicht als Wohltat ein, sondern erachten es als das Gegenteil. Aber wieviel schöner und besser wäre unsere Welt, wenn überall das letzte dieser goldenen Trias (Bonum, Pulchrum, Verum), nämlich die Wahrheit Einzug hielte.
Vorbei mit all den falschen Bemäntelungen eigener Interessen, vom "Rettungsschirm für Griechenland" (Wer findet darunter eigentlich Schutz?) bis hin auch tief in unsere MATER CATHOLICA ("Wir hoffen doch sehr, ihn noch länger zu sehen." S.Ex. Robert Zollitsch über den Heiligen Vater).
Wie gut, dass es Orte und Feiern gibt, wo all das Falsche abgelegt wird und in Worten die ewiggültige Wahrheit sichtbar wird ("ab errore ad veritatem"). Wenn allerdings Würdenträger - ihre MATER CATHOLICA beschmutzend - die Hl.Messe und insbesondere die Firmung im altehrwürdigen Usus als "Blödsinn" beschimpfen, dann wird doch für jeden klar, dass es für diese noch einen "iter maximum" bedeutet, den Weg der Wahrheit und des Lebens zu beschreiten.