Freitag, 19. August 2011

Ein Gespenst geht um in Europa –

Glauben wir dem Parlamentarischen Geschäftsführer der Grünen-Bundestagsfraktion, Volker Beck, so steht Deutschland, vielleicht sogar Europa, wenn nicht gar der ganzen Welt ein "heißer Herbst" bevor. Hat uns doch der Tagesspiegel verkündet: Er "fürchtet dagegen, fundamentalistische Katholiken könnten Papstkritiker angreifen. Er hat nach der Anschlagsdrohung gegen Papstgegner in Madrid eine schriftliche Frage an die Bundesregierung gerichtet, die dem Tagesspiegel vorliegt. Der Grünen-Politiker will wissen, welche Erkenntnisse Regierung und Sicherheitsbehörden zu möglichen „extremistischen Bestrebungen gegen Papstkritiker" haben."
Stehen also die Zeichen auf Sturm?
Formiert sich gerade eine KAF (Katholische Armee Fraktion) oder nennt sie sich vielleicht doch Thebanische Legion?
Hat Volker Beck Angst vor seinem eigenen Autodafé?
Werden bald alle katholischen Blogger rastergefahndet, um den Sympathisantensumpf trockenzulegen?



Wie absurd darf es denn bitte noch sein?
Vielleicht noch einmal zum Mitschreiben (sofern die Fähigkeiten dazu vorhanden):
Es kann keinen katholischen Terrorismus geben!!!!!!!!!!!!!
Terrorismus wird durch die Bibel und die Lehre der Kirche als Sünde gebrandmarkt!!!!!


Nur interessant ist ja auch noch, dass sich Volker Beck zusammen mit dem ganzen Islam als Opfer zukünftiger katholischer Gewalt sieht, wenn er zu Protokoll gibt: „Es brodelt ein gefährliches Gemisch aus islamfeindlichem und homophobem Hass."


Lieber Volker Beck!
Ein kleiner Blick in die sicherlich noch ungewohnte Realität, könnte Ihnen schnell klarmachen, was mit Ihnen wohl auf dem Boot passiert durch diejenigen, mit denen Sie sich da zusammen als Opfer hineingesetzt haben. Der Islam sieht für Homosexuelle die Todesstrafe vor und wo die Scharia herrscht, wird sie auch ohne Zögern, sogar an Minderjährigen vollzogen.
Der Katechismus der Katholischen Kirche (2358) hingegen schreibt: "Excipiendi sunt observantia, compassione et suavitate. Relate ad eos vitandum est quodlibet iniustae discriminationis signum." "Sie müssen mit Achtung, Mitgefühl und Takt angenommen werden. In Bezug auf sie ist jedwede Art ungerechter Diskriminierung zu vermeiden."
Und jetzt stellen Sie sich nochmals die Frage, wie hoch wohl das tatsächliche Drohpotential glaubenstreuer katholischer Christen ist!

Sonntag, 14. August 2011

Irrsal und Wirrsal - Bestgehütetstes Geheimnis des Dekanates Karlsruhe endlich gelüftet

Zur Zeit halte ich mich in meinem Geburtsort Karlsruhe auf und war dort auf der Suche nach einem Gottesdienst im usus antiquior. Durch introibo.net wurde ich auf eine Messe im Gregorianischen Ritus aufmerksam, die einmal im Monat stattfinden solle. Aber schon der Verweis führte auf Fehler 404 der Website des Erzbistums Freiburg. Nach einigem Suchen dort gelang es mir allerdings einen Eintrag zu finden:
Karlsruhe-Forchheim, Maria-Hilf-Kapelle, Im Silberstreifen,
jeden zweiten Sonntag im Monat, 10.30 Uhr
Da ich aber nun ein von Natur aus mißtrauischer Mensch bin, was derartige allgemeine Ankündigungen betrifft, versuchte ich herauszufinden, ob diese Messe auch in den Sommerferien stattfände. Zuerst suchte ich die entsprechende Gemeinde heraus. Unter den angezeigten Gottesdiensten des 14.8. befand sich jedoch für 10.30 Uhr keine Messe in der Maria Hilf Kapelle. Ich ergriff das Telefon und versuchte zur dortigen Bürozeit jemanden zu erreichen - ein vollkommener Fehlschlag, niemand nahm ab.
Daraufhin wählte ich die Nummer des "Kirchenfensters", einer Informationsstelle des Dekanates Karlsruhe. Keineswegs unfreundlich erklärte man mir allerdings, dass man keine Informationen über eine tridentinische Messe habe. Auf meinen Hinweis auf die Website der Erzdiözese hin, stellte mir die freundliche Frau am anderen Ende in Aussicht, dass sie mich zurückriefe, sollte sie etwas herausgefunden haben, verwies mich aber erstmals an das Büro der Seelsorgeeinheit Rheinstetten. Die dortige Mitarbeiterin zeigte großes Erstaunen, dass es "so etwas" in der Seelsorgeeinheit gäbe, und sagte dass es sich um eine "überregionale Sache" handle, von der sie nichts wisse, verband mich allerdings mit dem Pfarrer. Dieser - als Verantwortlicher der Seelsorgeeinheit - erklärte mir freundlich, dass er "damit" nichts zu tun habe und riet mir, die Gemeinde in Forchheim anzurufen. Meinem Hinweis, dass sich dort trotz Bürozeit niemand melde, entgegnete er, die Sekretärin sei sicher verspätet und wäre jetzt bestimmt da, was sich allerdings - welch Überraschung - nicht bewahrheitete. Immer noch nicht entmutigt forschte ich auf den Seiten des Dekanates unter den Gottesdienstankündigungen. Dort fand ich fein säuberlich und leicht auffindbar die "Taizegottesdienste" der ganzen Stadt,
ebenso den
Gottesdienst für Angehörige von Suizidtoten,
die Trost-Gottesdienste für trauernde Eltern,
den Gottesdienst zum Weltaidstag,
die Trost-Weihnacht für Trauernde,
den Gottesdienst zum Valentinstag für Liebende und Verliebte,
den Gottesdienst zum Gedenken an Verkehrsopfer,
den Gottesdienst für Menschen in Trennnung und Scheidung
und last but not least
die Queer-Gottesdienste für Homosexuelle.
Allerdings nicht der leiseste Hinweis auf die Messe aller Zeiten. Doch dann bekam ich vom "Kirchenfenster" nach zwei Stunden einen Rückruf mit der Bestätigung, dass die Messe um 10.30 Uhr stattfinde.
Nachdem nun der Termin geklärt war, konnte ich mich an die Suche des Ortes, der Maria-Hilf-Kapelle, machen. Dazu muss man wissen, dass das Dekanat Karlsruhe städtisch geprägt ist und über eine Unzahl von Kirchen und Kapellen im Stadtgebiet verfügt, in denen meistens maximal ein Sonntagsgottesdienst stattfindet. Forchheim- Silberstreif liegt im letzten Winkel des Dekanats, im Niemandsland zum angrenzenden Sprengel. Nach einer etwa 40-minütigen Fahrradtour fand ich in Forchheim-Silberstreif die Straße "Silberstreif", aber keine Kapelle dort. Nach intensiver Befragung der Einheimischen verwies man mich an folgende Kreuzung:






Nur wer weiß, dass hinter den Bäumen etwas ist, erkennt auch die Kapelle, die allerdings nur als Waldkapelle ausgeschrieben ist. Nach dieser Odyssee konnte ich nun endlich an der Messe teilnehmen, wobei der Zelebrant zeitweise deutlich mit den Rubriken und dem Latein überfordert war - nichtsdestotrotz eine schöne, beglückende Erfahrung am Ende dieses Weges.
Sicherlich wäre es bösartig zu behaupten, dass sowohl Nichtveröffentlichung dieses Gottesdienstes, als auch die Wahl des Ortes darauf hinweisen, dass interessierte Kreise die Zahl der Gläubigen, die diese Messe mitfeiern, künstlich niedrig halten wollen.

Der Zuständige für die Feier der außerordentlichen Form der Hl.Messe ist folgendermaßen zu erreichen:
Erzbischöfliches Ordinariat
Referat Liturgie und Ökumene
Dr. Peter Birkhofer
Schoferstr. 2, 79098 Freiburg
Telefon: 0761 / 2188 -247
Telefax: 0761 / 2188-397
liturgie@ordinariat-freiburg.de

Montag, 8. August 2011

"Von der Sowjetunion lernen, heißt siegen lernen"

Wer bislang noch der Meinung war, dass es einer Reise nach Belarus (Weißrussland) bedürfe, um noch die glorreiche Sowjetunion zu erleben, der braucht selbige gar nicht erst antreten, sondern kann dieser nostalgischen Idylle in der kirchensteuerfinanzierten Verwaltung und Hierarchie von KID ("Kirche" in Deutschland) fröhnen.
Vom PfarrgemeindeRAT und StiftungsRAT bzw. VerwaltungsRAT auf der untersten Ebene, über den DekanatsRAT auf der mittleren und den DiözesanRAT auf der oberen Bistumsebene ergänzt durch den PriesterRAT und einer Vielzahl anderer RÄTE werden Entscheidungen in diesen Sowjets gefällt. Über allem thront wie sollte es nicht anders sein, das ZK (Zentralkommittee) der deutschen Katholiken, wohlweislich ergänzt durch den Ständigen RAT der Deutschen Bischofskonferenz mit seinem PolitBÜRO in Berlin.
In dieser Räterepublik streng nach sowjetischem Vorbild erstarrt unsere Kirche schon seit mehr als vierzig Jahren (womit auch die DDR als längstes bolschewistisches Experiment auf deutschem Boden bereits geschlagen ist!), alles nach dem Leitspruch der Genossen "Von der Sowjetunion lernen, heißt siegen lernen". Und obwohl dieses Menetekel schon längst an vielen Wänden, vor allem auch auf vielen Webseiten geschrieben steht, setzen die alten Kader die Sowjetpolitik fort, besonders indem sie die Kollektivierung der Viehzucht vorantreiben und die Schafe in riesigen Kolchosen oder auch Sowchosen zusammenpferchen mit kollektiver Selbstverwaltung (Pastoralteam), das dann aber doch von der Bistumsleitung bestellt wird.

So weit, so bekannt!
Nun gibt es aber erste Hinweise - wie den Aussagen einer bestimmten Memorandistin zu entnehmen ist - dass sich dieses überlebte System mit allen Mitteln gegen jede Veränderung zu stemmen bereit ist. Unter Zuhilfenahme des weltlichen Armes lockt den einen oder anderen auch die "chinesische Lösung".